Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Klassisches Chinesisch
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Das klassische Chinesisch (chinesisch 文蚀文, Pinyin WĂ©nyĂĄnwĂ©n – „Literatursprache“), auch „Wenyan“ (文蚀, WĂ©nyĂĄn) genannt, bezeichnet im engeren Sinne die geschriebene und wohl auch gesprochene Sprache Chinas wĂ€hrend der Zeit der Streitenden Reiche (5.–3. Jahrhundert v. Chr.). Im weiteren Sinne umfasst dieser Begriff auch die bis ins 20. Jahrhundert benutzte chinesische Schriftsprache.

Das klassische Chinesisch gilt als VorlĂ€ufer aller modernen sinitischen Sprachen und bildet die letzte Phase des Altchinesischen. Zum klassischen Chinesisch wird im Allgemeinen das Altchinesische ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. gerechnet; frĂŒhere Sprachformen werden unter dem Terminus prĂ€klassisches Chinesisch zusammengefasst. Seit der Qin-Dynastie wurde das klassische Chinesisch allmĂ€hlich zu einer toten Sprache, die als literarische Sprache jedoch bis in die Neuzeit Bestand hatte.

Contents

‱ Dialekte
‱ Schrift
‱ Phonologie
‱ Grammatik
‱ Morphologie
‱ Syntax
‱ Lexikon
‱ Literatur
‱ Allgemeines
‱ Grammatiken
‱ Phonologie
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Überlieferung

Das klassische Chinesisch ist durch zahllose Texte ĂŒberliefert. Neben Inschriften aus allen Zeiten seit der SpĂ€tzeit der Östlichen Zhou-Dynastie (770–221 v. Chr.) sind vor allem eine große Anzahl literarischer Texte zu nennen, deren Bedeutung fĂŒr die chinesische Kultur nicht ĂŒberschĂ€tzt werden kann. Von besonderer, kanonischer Bedeutung sind die konfuzianischen Vier BĂŒcher; auch Schriften anderer philosophischer Richtung wie die Schriften des Mozi sowie das Daodejing entstanden in der klassischen Phase. Ebenfalls zu nennen sind historische Texte, darunter das Zuozhuan sowie sonstige literarische Werke, beispielsweise die „Kunst des Krieges“ des Sunzi. Alle diese Werke beeinflussten die chinesische Literatur spĂ€terer Zeiten sehr stark, was die Konservierung des klassischen Chinesisch als Literatursprache begrĂŒndet.

Geschichte und Verwendung

Das klassische Chinesisch beruht auf der gesprochenen Sprache der Endphase der Zhou-Dynastie, der SpĂ€tphase des Altchinesischen. Nach der Zeit der Qin-Dynastie entfernte sich das gesprochene Chinesisch zunehmend vom klassischen Chinesisch, das – auch aufgrund der in ihm verfassten Literatur mit ihrer immensen Bedeutung fĂŒr die konfuzianische Staatsdoktrin spĂ€terer Zeiten – kanonische Bedeutung erhielt und bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts als Schriftsprache in der Literatur und in amtlichen Dokumenten Verwendung fand. Zwar zeigen jĂŒngere Texte in klassischem Chinesisch EinflĂŒsse der entsprechenden gesprochenen Sprache, insgesamt zeigen jedoch alle diese Texte gemeinsame Merkmale, die sie deutlich von jĂŒngeren Formen des Chinesischen abgrenzen.

Seit dem 20. Jahrhundert wird als Schriftsprache vor allem modernes Hochchinesisch benutzt, doch man findet auch in modernen Texten hĂ€ufig Zitate und Passagen in klassischem Chinesisch, vergleichbar den juristischen Texten im Deutschen, die lateinische Phrasen enthalten. Auch kennt der Volksmund viele Anekdotenwörter (成èȘž / æˆèŻ­, chĂ©ngyǔ), die meist aus vier Morphemen bestehen und die grammatischen Strukturen des klassischen Chinesisch aufweisen.

Klassisches Chinesisch wird zwar an den Schulen gelehrt, die Kompetenz der SchĂŒler umfasst jedoch meist nur das LeseverstĂ€ndnis, nicht das Verfassen von Texten. Dennoch nimmt auch die Lesekompetenz in Bezug auf klassisches Chinesisch in der Bevölkerung ab.

Regionale Verbreitung

Dialekte

Bereits in der Antike war das chinesische Sprachgebiet in mehrere VarietÀten aufgeteilt, die sich wÀhrend der klassischen Zeit auch in der geschriebenen Sprache niederschlugen. Edwin G. Pulleyblank (1995) unterscheidet dabei die folgenden Dialekte:

‱ einen der prĂ€klassischen Sprache nahestehenden Dialekt
‱ einen in Lu beheimateten Dialekt, der u. a. in den Analekten des Konfuzius und dem Buch Mencius Verwendung fand
‱ den Dialekt von Chu
‱ einen spĂ€teren Dialekt, der bereits auf eine Standardisierung hinweist

Seit der Qin-Dynastie, als das klassische Chinesisch zunehmend zu einer toten Sprache wurde, fand eine starke Vereinheitlichung der klassischen Sprache statt, wÀhrend sich im gesprochenen Chinesisch die regionalen Unterschiede verstÀrkten.

Verbreitung außerhalb von China

Nicht nur China, sondern auch Korea, Vietnam und Japan verfĂŒgen ĂŒber die Tradition des klassischen Chinesisch, wobei anzumerken ist, dass jeweils eine unterschiedliche Lesung der Silben der Schriftzeichen tradiert ist. Dies liegt in der Anpassung der jeweils ĂŒbernommenen Sprachentwicklungsstufe des Chinesischen und dessen Anpassung an die phonetische Struktur der Zielsprache begrĂŒndet. Besonders komplex ist diese Situation in Japan, wo zu verschiedenen Zeiten aus dem Chinesischen Aussprachen entlehnt wurden und so im modernen Japanisch verschiedene Stadien des Chinesischen konserviert sind. Koreanisch und Vietnamesisch haben eigene, komplette Aussprachesysteme. Auf Koreanisch werden beispielsweise die Schriftzeichen fĂŒr wĂ©nyĂĄn 文蚀 als muneon (ëŹžì–ž, Hanja: 文蚀) gelesen. Bekannt ist wĂ©nyĂĄn auch als Koreanisch hanmun (한묾, Hanja: æŒąæ–‡), auf Japanisch als kanbun (æŒąæ–‡) und auf Vietnamesisch als văn ngĂŽn (chữ hĂĄn: 文蚀).

Schrift

→

Hauptartikel

:

Chinesische Schrift

Das System der chinesischen Schrift der klassischen Periode unterscheidet sich nicht wesentlich von der Schrift anderer Perioden: auch im klassischen Chinesisch steht ein einzelnes Zeichen (in der Regel) fĂŒr ein einzelnes Morphem. Seit der grĂ¶ĂŸten VerĂ€nderung der Schrift im 20. Jahrhundert, der offiziellen Standardisierung und EinfĂŒhrung von Kurzzeichen in der Volksrepublik China, in Singapur und in Malaysia, wird das klassische Chinesisch dort oft in Kurzzeichen anstatt der traditionell benutzten Langzeichen geschrieben.

Phonologie

Da die chinesische Schrift weitgehend lautunabhĂ€ngig ist, lĂ€sst sich die Phonologie des antiken Chinesisch (Altchinesisch) nur indirekt rekonstruieren. ZusĂ€tzlich ist zu beachten, dass sich die Aussprache des klassischen Chinesisch zusammen mit der Aussprache der gesprochenen Sprache wandelte. FĂŒr das VerstĂ€ndnis der Grammatik des klassischen Chinesisch ist jedoch hauptsĂ€chlich die Lautung der spĂ€ten Zhou-Zeit von Bedeutung. HierfĂŒr gibt es im Wesentlichen fĂŒnf Quellen:

‱ die Reime des Shi Jing (10. Jh. bis 7. Jh. v. Chr.) aus der frĂŒhen Zhou-Dynastie
‱ RĂŒckschlĂŒsse aus der Anwendung phonetischer Elemente zur Bildung von Zeichen
‱ das Qieyun (601 n. Chr.), das die Zeichen nach Anlaut und Reim ordnet
‱ Schreibungen chinesischer Namen in fremden Schriften, chinesische Transkriptionen fremder Namen und Wörter, chinesische Lehnwörter in fremden Sprachen
‱ Vergleich der modernen chinesischen Dialekte

Von diesen Quellen ausgehend lassen sich zwei ZustĂ€nde rekonstruieren: das Altchinesische, das einen einige Jahrhunderte vor die klassische Zeit zurĂŒckreichenden Zustand reflektiert, sowie das im Qieyun wiedergegebene Mittelchinesisch. Diese Rekonstruktionen sind in besonderem Maße mit dem Namen Bernhard Karlgrens verbunden, der aufbauend auf den besonders wĂ€hrend der Qing-Dynastie von chinesischen Gelehrten gewonnenen Erkenntnissen als erster versuchte, die Methodologie der europĂ€ischen historischen Linguistik auf die Rekonstruktion der Phonologie des antiken Chinesisch (Altchinesisch) anzuwenden. Inzwischen existieren eine ganze Reihe weiterer Rekonstruktionsversuche. WĂ€hrend die Rekonstruktion des Mittelchinesischen im Wesentlichen unproblematisch ist, gibt es fĂŒr das Altchinesische keine allgemein akzeptierte Rekonstruktion und einige Sinologen halten eine exakte Rekonstruktion gar nicht fĂŒr möglich.

Das Lautinventar des Altchinesischen ist daher stark umstritten, hinsichtlich der Silbenstruktur sind jedoch einige Aussagen möglich. So wird davon ausgegangen, dass sowohl im An- als auch im Auslaut Konsonantencluster möglich waren, wĂ€hrend im Mittelchinesischen im Anlaut nur einfache Konsonanten und im Auslaut sogar nur eine sehr begrenzte Auswahl von Konsonanten erlaubt war. Ob das Altchinesische eine Tonsprache war, ist umstritten; die Mehrheit der Wissenschaftler fĂŒhrt die mittelchinesischen Töne jedoch auf die Einwirkung bestimmter Endungskonsonanten zurĂŒck. Im Mittelchinesischen dagegen existierten bereits vier Töne, aus denen sich die meist wesentlich komplexeren modernen Tonsysteme ableiten.

Zur Transkription

Es wurde zwar verschiedentlich versucht, das Klassische Chinesisch mithilfe rekonstruierter Lautformen zu transkribieren, aufgrund der großen Unsicherheiten hinsichtlich der Rekonstruktion ist ein solches Vorgehen jedoch fraglich. Daher wird im Folgenden die Lautumschrift Pinyin benutzt, welche die Aussprache der modernen chinesischen Hochsprache Putonghua wiedergibt. Es sei ausdrĂŒcklich darauf hingewiesen, dass die Lautungen des Hochchinesischen in Bezug auf das klassische Chinesisch nicht selten irrefĂŒhrend sind und etymologische ZusammenhĂ€nge verschleiern.

Grammatik

Die folgende Darstellung der wesentlichen grammatischen Strukturen des klassischen Chinesisch orientiert sich an der Sprache der Zeit der Streitenden Reiche, auf Besonderheiten spÀterer Texte wird nicht eingegangen. Die zitierten SÀtze stammen zumeist aus klassischen Texten dieser Zeit.

Morphologie

Das moderne Chinesisch ist eine weitgehend isolierende Sprache, die abgesehen von einigen Affixen wie dem Pluralsuffix 怑 / 仏, men keine Morphologie kennt. Auch das klassische Chinesisch ist im Wesentlichen isolierend, allerdings waren in der klassischen Periode einige Wortbildungsprozesse, die sich heute nur noch lexikalisiert finden, wohl teilweise noch produktiv. Die folgende Tabelle bietet Beispiele einiger besonders hĂ€ufiger morphologischer Prozesse:

| Grundwort | Grundwort | Grundwort | Grundwort | Abgeleitetes Wort | Abgeleitetes Wort | Abgeleitetes Wort | Abgeleitetes Wort |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zeichen | Hochchinesisch | Altchinesisch nach Baxter 1992 ( IPA ) | Bedeutung | Zeichen | Hochchinesisch | Altchinesisch nach Baxter 1992 ( IPA ) | Bedeutung |
| Änderung der Artikulationsart des Anlauts [ 1 ] | Änderung der Artikulationsart des Anlauts [ 1 ] | Änderung der Artikulationsart des Anlauts [ 1 ] | Änderung der Artikulationsart des Anlauts [ 1 ] | Änderung der Artikulationsart des Anlauts [ 1 ] | Änderung der Artikulationsart des Anlauts [ 1 ] | Änderung der Artikulationsart des Anlauts [ 1 ] | Änderung der Artikulationsart des Anlauts [ 1 ] |
| Zur Ableitung von intransitiven Verben aus transitiven Verben | Zur Ableitung von intransitiven Verben aus transitiven Verben | Zur Ableitung von intransitiven Verben aus transitiven Verben | Zur Ableitung von intransitiven Verben aus transitiven Verben | Zur Ableitung von intransitiven Verben aus transitiven Verben | Zur Ableitung von intransitiven Verben aus transitiven Verben | Zur Ableitung von intransitiven Verben aus transitiven Verben | Zur Ableitung von intransitiven Verben aus transitiven Verben |
| 芋 | jiĂ n | * | sehen | 芋/珟 | xiĂ n | * | erscheinen |
| 曑/汏 | zhǔ | * | zuweisen | 汏 | shǔ | * | zugehörig sein |
| Suffix *-s | Suffix *-s | Suffix *-s | Suffix *-s | Suffix *-s | Suffix *-s | Suffix *-s | Suffix *-s |
| Zur Bildung von Substantiven | Zur Bildung von Substantiven | Zur Bildung von Substantiven | Zur Bildung von Substantiven | Zur Bildung von Substantiven | Zur Bildung von Substantiven | Zur Bildung von Substantiven | Zur Bildung von Substantiven |
| ćșŠ | duĂČ | * | messen | ćșŠ | dĂč | * | Maß |
| 矄 | zhÄ« | * | wissen | 矄/æ™ș | zhĂŹ | * | Weisheit |
| 難 | nán | * | schwierig | 難 | nàn | * | Schwierigkeit |
| èĄŒ | xĂ­ng | * | gehen | èĄŒ | xĂ­ng | * | Verhalten |
| Zur Bildung von Verben | Zur Bildung von Verben | Zur Bildung von Verben | Zur Bildung von Verben | Zur Bildung von Verben | Zur Bildung von Verben | Zur Bildung von Verben | Zur Bildung von Verben |
| 王 | wĂĄng | * | König | 王 | wĂ ng | * | herrschen |
| ć„œ | hǎo | * | gut | ć„œ | hĂ o | * | lieben |
| æƒĄ | Ăš | * | böse | æƒĄ | wĂč | * | hassen |
| 雹 | yǔ | * | Regen | 雹 | yĂč | * | regnen |
| 愳 | nǚ | * | Frau | 愳 | nǜ | * | zur Frau geben |
| Zur Bildung von außengerichteten Verben aus innengerichteten Verben | Zur Bildung von außengerichteten Verben aus innengerichteten Verben | Zur Bildung von außengerichteten Verben aus innengerichteten Verben | Zur Bildung von außengerichteten Verben aus innengerichteten Verben | Zur Bildung von außengerichteten Verben aus innengerichteten Verben | Zur Bildung von außengerichteten Verben aus innengerichteten Verben | Zur Bildung von außengerichteten Verben aus innengerichteten Verben | Zur Bildung von außengerichteten Verben aus innengerichteten Verben |
| 聞 | wĂ©n | * | hören | 敏 | wĂšn | * | fragen |
| èČ· | mǎi | * | kaufen | èłŁ | mĂ i | * | verkaufen |
| Infix *-r- | Infix *-r- | Infix *-r- | Infix *-r- | Infix *-r- | Infix *-r- | Infix *-r- | Infix *-r- |
| èĄŒ | hĂĄng | * | Reihe | èĄŒ | xĂ­ng | * | gehen |

Das Wort ist im klassischen Chinesisch einsilbig, jedoch konnten durch Partial- und Totalreduplikationen neue, zweisilbige Wörter entstehen, die entsprechend auch mit zwei Schriftzeichen geschrieben werden: æżŻæżŻ zhuĂłzhuĂł „glĂ€nzend“, èžłèž‚ tĂĄnglĂĄng „Gottesanbeterin“ zu èžł tĂĄng „Fangschrecke“.

Auch Wortkombinationen, deren Gesamtbedeutung sich aus den Bedeutungen der Komponenten nicht direkt ableiten lĂ€sst, bilden mehrsilbige Lexeme: 搛歐 jĆ«nzǐ „edler Mensch“ aus 搛 jĆ«n „FĂŒrst“ und 歐 zǐ „Kind“.

Eine besondere Gruppe bilden einsilbige Wörter, die aus einer phonologisch bedingten Fusion zweier, in der Regel „grammatischer“ Wörter entstanden sind: ä苿–Œ zhÄ«-yĂș und äč‹äčŽ zhÄ«-hĆ«> 諞 zhĆ«; äčŸäčŽ yě-hĆ« > 與 yĂș / é‚Ș, 耶 yĂ©.

Syntax

Wortarten

Im Chinesischen werden traditionell zwei große Wortklassen unterschieden: 毩歗 shĂ­zĂŹ „volle Wörter“ und è™›ć­— xĆ«zĂŹ „leere Wörter“. Shizi sind TrĂ€ger semantischer Information, wie Substantive und Verben; Xuzi dagegen haben vorwiegend grammatische Funktion.

Die Abgrenzung von Wortarten fĂ€llt im klassischen Chinesisch jedoch nicht leicht, da etymologisch verwandte Wörter, die aus syntaktischer Sicht unterschiedlichen Wortklassen angehören, oft weder graphisch noch phonetisch unterschieden werden. So steht æ­» sǐ fĂŒr die Verben „sterben“, „tot sein“ und die Substantive „Tod“ und „Toter“. Dies fĂŒhrte so weit, dass einige Sinologen gar die Ansicht vertraten, das klassische Chinesisch besĂ€ĂŸe ĂŒberhaupt keine Wortarten. Dies wird gewöhnlich abgelehnt, dennoch sind die Unsicherheiten in der Abgliederung von Wortarten in der klassisch-chinesischen Grammatik allgegenwĂ€rtig.

Shizi

Substantive

Substantive dienen gewöhnlich als Subjekt oder Objekt eines Satzes; daneben können sie auch das PrĂ€dikat eines Satzes bilden (siehe unten). In manchen FĂ€llen treten sie auch als Verben mit der Bedeutung „sich verhalten wie
“ oder Ă€hnlich sowie als Adverbien auf: 搛搛, è‡Łè‡Ł, 父父, 歐歐 jĆ«n jĆ«n, chĂ©n chĂ©n, fĂč fĂč, zǐ zǐ „Der FĂŒrst verhalte sich wie ein FĂŒrst, der Minister wie ein Minister, der Vater wie ein Vater, der Sohn wie ein Sohn.“cite-ref-2[2]

Verben

Die Grundfunktion der Verben ist das PrÀdikat, als das sie in vielen FÀllen schon ohne Zunahme weiterer Wörter oder Partikeln einen vollstÀndigen Satz bilden können. Wie in anderen Sprachen lassen sich auch im klassischen Chinesisch transitive und intransitive Verben unterscheiden. Unter den intransitiven Verben bilden die Zustandsverben, die den Adjektiven anderer Sprachen entsprechen, eine besondere Gruppe. Die Unterscheidung transitiver und intransitiver Verben fÀllt jedoch vielfach schwer, da sich von intransitiven leicht transitive Verben ableiten lassen:

‱ 王死 wĂĄng sǐ „der König starb“ (intransitiv) (王, wĂĄng – „König“; æ­», sǐ – „sterben“)
‱ 王死äč‹ wĂĄng sǐ zhÄ« „der König starb fĂŒr ihn“ (transitiv) (äč‹, zhÄ« – „ihn“)
‱ è‡Łè‡Ł chĂ©n chĂ©n „der Lehnsmann war ein (echter) Lehnsmann“ (intransitiv) (è‡Ł, chĂ©n – „AmtstrĂ€ger, Lehnsmann, Vasall; Lehnsmann sein“)
‱ ć›è‡Łäč‹ jĆ«n chĂ©n zhÄ« „der FĂŒrst machte ihn zum Lehnsmann“ (transitiv) (搛, jĆ«n – „FĂŒrst“; äč‹, zhÄ« – „ihn“)

Eine besondere Gruppe der Adjektive sind die Numeralia, die sich syntaktisch als Verben verhalten. Wie Verben können sie ein PrĂ€dikat oder ein Attribut bilden und werden mit 䞍, bĂč negiert:

‱ äș”ćčŽ wǔ niĂĄn „fĂŒnf Jahre“
‱ ćčŽäžƒć niĂĄn qĂ­shĂ­ „die Jahre waren siebzig“ = „es waren siebzig Jahre“

Xuzi

Pronomina

Das System der Personalpronomina ist in der ersten und zweiten Person erstaunlich reich, in der dritten Person findet sich dagegen – abgesehen von EinzelfĂ€llen – kein Pronomen in Subjektsfunktion. Das Subjektspronomen der 3. Person wird meist ausgelassen oder von einem Demonstrativpronomen vertreten. Wie bei den Substantiven werden auch bei den Personalpronomina weder Genera noch Numeri unterschieden, dies unterscheidet das klassische Chinesisch sowohl von vorausgehenden wie von folgenden Formen des Chinesischen. Insgesamt finden sich hauptsĂ€chlich die folgenden Formen:

| Erste Person | 我 , wǒ | ćŸ , wĂș | 䜙 , yĂș | äșˆ , yǔ | 朕 , zhĂšn | 捬 , ĂĄng |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zweite Person | 爟 , ěr | 汝 , rǔ | 而 , Ă©r | 愳 , rǔ | è‹„ , ruĂČ | |
| Dritte Person | äč‹ , zhÄ« | ć…¶ , qĂ­ | | | | |

Es lassen sich zwar syntaktische Unterschiede in der Verwendung dieser Formen ausmachen; außerhalb der dritten Person, wo ć…¶, qĂ­ als Attribut sowie äč‹, zhÄ« als Objekt von Verben und PrĂ€positionen verwendet wird, sind jedoch auch schlechter kontrollierbare Faktoren wie Dialektvariationen und der Status des Sprechers gegenĂŒber dem Angesprochenen von Bedeutung.

Ein besonderes PhĂ€nomen des klassischen Chinesisch ist die Quasipronominalisierung. Hierbei werden Substantive wie Pronomina der ersten oder zweiten Person gebraucht: è‡Ł, chĂ©n – „Ich“ (eigentlich: „Lehnsmann“; Lehnsmann zum König), 王, wĂĄng – „hier: Eure MajestĂ€t“ (eigentlich: „König“), 歐, zǐ – „Herr, Sie“ (eigentlich: „Herr“; allgemeine höfliche Anrede).

Satz

Verbale PrÀdikate

In SĂ€tzen, deren PrĂ€dikat ein Verb ist, findet sich im Allgemeinen die Satzstellung Subjekt – Verb – Objekt (SVO). Das klassische Chinesisch ist eine Pro-Drop-Sprache, weshalb das verbale PrĂ€dikat die einzige obligatorisch realisierte Konstituente ist. Neben einer Subjektsnominalphrase haben bestimmte Verben bis zu zwei Objekte, die beide in postverbaler Position unmarkiert auftreten können, wobei das direkte auf das indirekte Objekt folgt:

| 怩 | 與 | äč‹ | 怩䞋 |
|---|---|---|---|
| tiān | yǔ | zhÄ« | tiānxiĂ  |
| Himmel (Subjekt) | geben | ihm (Indirektes Objekt) | Welt (Direktes Objekt) |
| „Der Himmel gibt ihm die Welt.“ [ 3 ] | „Der Himmel gibt ihm die Welt.“ [ 3 ] | „Der Himmel gibt ihm die Welt.“ [ 3 ] | „Der Himmel gibt ihm die Welt.“ [ 3 ] |

PrÀpositionen, teilweise auch als Koverben bezeichnet, können sowohl vor dem PrÀdikat als auch hinter den Komplementsnominalphrasen stehen. Wo eine PrÀposition stehen kann, ist lexikalisch bedingt:

| 王 | 立 | æ–Œ | æČŒ | 侊 |
|---|---|---|---|---|
| wĂĄng | lĂŹ | yĂș | zhǎo | shĂ ng |
| König | stehen | auf | Teich | Oberseite |
| „Der König stand ĂŒber dem Teich.“ [ 4 ] | „Der König stand ĂŒber dem Teich.“ [ 4 ] | „Der König stand ĂŒber dem Teich.“ [ 4 ] | „Der König stand ĂŒber dem Teich.“ [ 4 ] | „Der König stand ĂŒber dem Teich.“ [ 4 ] |

| ćŸ— | 朋 | ćžž | æ–Œ | ć–Ș |
|---|---|---|---|---|
| dĂ© | guĂł | chĂĄng | yĂș | sāng |
| bekommen | Land | gewöhnlich | durch | Trauerfall |
| „Man erhĂ€lt das Land gewöhnlich durch einen Trauerfall.“ [ 5 ] | „Man erhĂ€lt das Land gewöhnlich durch einen Trauerfall.“ [ 5 ] | „Man erhĂ€lt das Land gewöhnlich durch einen Trauerfall.“ [ 5 ] | „Man erhĂ€lt das Land gewöhnlich durch einen Trauerfall.“ [ 5 ] | „Man erhĂ€lt das Land gewöhnlich durch einen Trauerfall.“ [ 5 ] |

| ćŸ | 仄 | æ­€ | 矄 | 拝èČ  | 矣 |
|---|---|---|---|---|---|
| wĂș | yǐ | cǐ | zhÄ« | shĂšng fĂč | yǐ |
| ich | Koverb „mittels“ | dies | wissen | Sieg und Niederlage | satzfinale Aspektpartikel |
| „Damit sage ich Sieg und Niederlage voraus.“ [ 6 ] | „Damit sage ich Sieg und Niederlage voraus.“ [ 6 ] | „Damit sage ich Sieg und Niederlage voraus.“ [ 6 ] | „Damit sage ich Sieg und Niederlage voraus.“ [ 6 ] | „Damit sage ich Sieg und Niederlage voraus.“ [ 6 ] | „Damit sage ich Sieg und Niederlage voraus.“ [ 6 ] |

| 侖歐 | è‡Ș | 愚 | 揍 |
|---|---|---|---|
| shìzǐ | zì | Chǔ | fǎn |
| Kronprinz | Koverb „von, aus“ | Chu | zurĂŒckkehren |
| „Der Kronprinz kam aus Chu zurĂŒck.“ [ 7 ] | „Der Kronprinz kam aus Chu zurĂŒck.“ [ 7 ] | „Der Kronprinz kam aus Chu zurĂŒck.“ [ 7 ] | „Der Kronprinz kam aus Chu zurĂŒck.“ [ 7 ] |

Objekte ditransitiver Verben können auch mit PrĂ€positionen markiert werden. Dabei kann 仄 yǐ fĂŒr das direkte und æ–Œ yĂș fĂŒr das indirekte Objekt angewendet werden:

| ć Ż | 仄 | 怩䞋 | 與 | 舜 |
|---|---|---|---|---|
| YĂĄo | yǐ | tiānxiĂ  | yǔ | ShĂčn |
| Yao (Subjekt) | mittels | Welt (Direktes Objekt) | geben | Shun (Indirektes Objekt) |
| „ Yao gab die Welt Shun .“ [ 8 ] | „ Yao gab die Welt Shun .“ [ 8 ] | „ Yao gab die Welt Shun .“ [ 8 ] | „ Yao gab die Welt Shun .“ [ 8 ] | „ Yao gab die Welt Shun .“ [ 8 ] |

| ć Ż | èź“ | 怩䞋 | æ–Œ | 蚱由 |
|---|---|---|---|---|
| YĂĄo | rĂ ng | tiānxiĂ  | yĂș | XǔyĂłu |
| Yao (Subjekt) | abgeben | Welt (Direktes Objekt) | zu | Xuyou (Indirektes Objekt) |
| „Yao hinterließ die Welt dem Xuyou.“ [ 9 ] | „Yao hinterließ die Welt dem Xuyou.“ [ 9 ] | „Yao hinterließ die Welt dem Xuyou.“ [ 9 ] | „Yao hinterließ die Welt dem Xuyou.“ [ 9 ] | „Yao hinterließ die Welt dem Xuyou.“ [ 9 ] |

Nominale PrÀdikate

Im Gegensatz zu anderen historischen Entwicklungsstufen des Chinesischen existiert im Klassischen Chinesisch eine besondere Gruppe von SĂ€tzen, in denen sowohl Subjekt als auch PrĂ€dikat Nominalphrasen sind. Hierbei wird gewöhnlich die Partikel äčŸ yě an das Satzende gestellt, eine Kopula wird dagegen nicht benötigt:

| 文王 | 我 | ćž« | äčŸ |
|---|---|---|---|
| WĂ©n WĂĄng | wǒ | shÄ« | yě |
| König Wen | ich, mein | Lehrer | Partikel |
| „König Wen ist mein Lehrer.“ [ 10 ] | „König Wen ist mein Lehrer.“ [ 10 ] | „König Wen ist mein Lehrer.“ [ 10 ] | „König Wen ist mein Lehrer.“ [ 10 ] |

Die Negation erfolgt mit der negativen Kopula 非, fēi, wobei äčŸ, yě entfallen kann:

| 歐 | 非 | 我 |
|---|---|---|
| zǐ | fēi | wǒ |
| du (Quasipronomen) | nicht sein | ich |
| „Du bist nicht ich.“ [ 11 ] | „Du bist nicht ich.“ [ 11 ] | „Du bist nicht ich.“ [ 11 ] |

Topikalisierung

Das klassische Chinesisch kann Satzglieder topikalisieren, indem es diese an den Satzanfang stellt, wo sie besonders markiert werden können. Hierzu dienen Partikeln wie 者, zhě, 扇, zĂ© oder äčŸ, yě:

| Erster Teil | Erster Teil | Erster Teil | Erster Teil | Erster Teil | Zweiter Teil | Zweiter Teil | Zweiter Teil | Zweiter Teil |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 搛 | 扇 | 䞍 | 毒 | 矣 | 民 | 扇 | 毒 | 矣 |
| jĆ«n | zĂ© | bĂč | hĂĄn | yǐ | mĂ­n | zĂ© | hĂĄn | yǐ |
| Quasipronomen „Ihr, Du“ | Topikalisierungsmarker | nicht | frieren | Aspektpartikel | Volk | Topikalisierungsmarker | frieren | Aspektpartikel |
| „Du frierst nicht, aber das Volk friert.“ [ 12 ] | „Du frierst nicht, aber das Volk friert.“ [ 12 ] | „Du frierst nicht, aber das Volk friert.“ [ 12 ] | „Du frierst nicht, aber das Volk friert.“ [ 12 ] | „Du frierst nicht, aber das Volk friert.“ [ 12 ] | „Du frierst nicht, aber das Volk friert.“ [ 12 ] | „Du frierst nicht, aber das Volk friert.“ [ 12 ] | „Du frierst nicht, aber das Volk friert.“ [ 12 ] | „Du frierst nicht, aber das Volk friert.“ [ 12 ] |

| Topikalisierte Nominalphrase | Topikalisierte Nominalphrase | Topikalisierte Nominalphrase | Topikalisierte Nominalphrase | Nachsatz 1 | Nachsatz 1 | Nachsatz 1 | Nachsatz 1 | Nachsatz 2 | Nachsatz 2 | Nachsatz 2 | Nachsatz 2 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| äșș | äč‹ | 道 | äčŸ | 或 | 由 | äž­ | ć‡ș | 或 | 由 | 怖 | ć…„ |
| rĂ©n | zhÄ« | dĂ o | yě | huĂČ | yĂłu | zhƍng | chĆ« | huĂČ | yĂłu | wĂ i | rĂč |
| Mensch | Attributpartikel | Weg, Dao | Topikalisierungspartikel | manchmal | von | innen | herausgehen | manchmal | von | außen | hereinkommen |
| „Was den Dao des Menschen anbelangt, so kommt er manchmal von innen und manchmal von außen.“ [ 13 ] | „Was den Dao des Menschen anbelangt, so kommt er manchmal von innen und manchmal von außen.“ [ 13 ] | „Was den Dao des Menschen anbelangt, so kommt er manchmal von innen und manchmal von außen.“ [ 13 ] | „Was den Dao des Menschen anbelangt, so kommt er manchmal von innen und manchmal von außen.“ [ 13 ] | „Was den Dao des Menschen anbelangt, so kommt er manchmal von innen und manchmal von außen.“ [ 13 ] | „Was den Dao des Menschen anbelangt, so kommt er manchmal von innen und manchmal von außen.“ [ 13 ] | „Was den Dao des Menschen anbelangt, so kommt er manchmal von innen und manchmal von außen.“ [ 13 ] | „Was den Dao des Menschen anbelangt, so kommt er manchmal von innen und manchmal von außen.“ [ 13 ] | „Was den Dao des Menschen anbelangt, so kommt er manchmal von innen und manchmal von außen.“ [ 13 ] | „Was den Dao des Menschen anbelangt, so kommt er manchmal von innen und manchmal von außen.“ [ 13 ] | „Was den Dao des Menschen anbelangt, so kommt er manchmal von innen und manchmal von außen.“ [ 13 ] | „Was den Dao des Menschen anbelangt, so kommt er manchmal von innen und manchmal von außen.“ [ 13 ] |

Aspekt, Modus, Tempus, Diathese

Grammatische Kategorien des Verbs wie Aspekt, Modus, Tempus, Diathese und Aktionsart bleiben in allen Formen des Chinesischen nicht selten unmarkiert. 王䟆, wĂĄng lĂĄi kann also „der König kommt“, „der König kam“, „der König wird kommen“, „der König möge kommen“ etc. bedeuten. Selbst die Diathese, die Opposition Aktiv – Passiv, kann unmarkiert bleiben: 糧食, liĂĄng shĂ­ – „Proviant wird gegessen“ statt des semantisch ausgeschlossenen „Proviant isst“.

Es finden sich jedoch auch verschiedene Konstruktionen und Partikeln, von denen die wichtigsten im Folgenden vorgestellt werden. Der Aspekt kann im klassischen Chinesisch vor allem durch zwei am Satzende stehende Partikeln ausgedrĂŒckt werden. 矣, yǐ scheint Ă€hnlich wie das moderne äș†, le eine VerĂ€nderung, äčŸ, yě dagegen eher einen allgemeinen Zustand auszudrĂŒcken:

| 毥äșș | äč‹ | 病 | 病 | 矣 |
|---|---|---|---|---|
| guǎrĂ©n | zhÄ« | bĂŹng | bĂŹng | yǐ |
| Unsere MajestÀt | Attributpartikel | Leiden | schlimm | Aspektpartikel |
| „Das Übel Unserer MajestĂ€t ist schlimm(er) geworden.“ [ 14 ] | „Das Übel Unserer MajestĂ€t ist schlimm(er) geworden.“ [ 14 ] | „Das Übel Unserer MajestĂ€t ist schlimm(er) geworden.“ [ 14 ] | „Das Übel Unserer MajestĂ€t ist schlimm(er) geworden.“ [ 14 ] | „Das Übel Unserer MajestĂ€t ist schlimm(er) geworden.“ [ 14 ] |

| 性 | 無 | 斄 | 無 | 䞍 | 斄 | äčŸ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| xĂŹng | wĂș | shĂ n | wĂș | bĂč | shĂ n | yě |
| die menschliche Natur | nicht | gut sein | nicht | nicht | gut sein | Aspektpartikel |
| „Die menschliche Natur ist weder gut noch nicht gut.“ [ 15 ] | „Die menschliche Natur ist weder gut noch nicht gut.“ [ 15 ] | „Die menschliche Natur ist weder gut noch nicht gut.“ [ 15 ] | „Die menschliche Natur ist weder gut noch nicht gut.“ [ 15 ] | „Die menschliche Natur ist weder gut noch nicht gut.“ [ 15 ] | „Die menschliche Natur ist weder gut noch nicht gut.“ [ 15 ] | „Die menschliche Natur ist weder gut noch nicht gut.“ [ 15 ] |

Weitere Tempus-, Aspekt- und Modusunterscheidungen können durch vor dem Verb stehende Partikeln markiert werden:

| Satz 1 | Satz 1 | Satz 1 | Satz 2 | Satz 2 | Satz 3 | Satz 3 | Satz 3 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 氇 | äč‹ | 愚 | 過 | 漋 | 而 | 芋 | 㭟㭐 |
| jiāng | zhÄ« | Chǔ | guĂČ | SĂČng | Ă©r | jiĂ n | MĂšngzǐ |
| Futurmarker | gehen | Chu | vorbeikommen | Song | und | sehen | Mencius |
| „Als er (Herzog Wen) im Begriff war , nach Chu zu gehen, kam er an Song vorbei und sah Mencius.“ [ 16 ] | „Als er (Herzog Wen) im Begriff war , nach Chu zu gehen, kam er an Song vorbei und sah Mencius.“ [ 16 ] | „Als er (Herzog Wen) im Begriff war , nach Chu zu gehen, kam er an Song vorbei und sah Mencius.“ [ 16 ] | „Als er (Herzog Wen) im Begriff war , nach Chu zu gehen, kam er an Song vorbei und sah Mencius.“ [ 16 ] | „Als er (Herzog Wen) im Begriff war , nach Chu zu gehen, kam er an Song vorbei und sah Mencius.“ [ 16 ] | „Als er (Herzog Wen) im Begriff war , nach Chu zu gehen, kam er an Song vorbei und sah Mencius.“ [ 16 ] | „Als er (Herzog Wen) im Begriff war , nach Chu zu gehen, kam er an Song vorbei und sah Mencius.“ [ 16 ] | „Als er (Herzog Wen) im Begriff war , nach Chu zu gehen, kam er an Song vorbei und sah Mencius.“ [ 16 ] |

Zur Unterscheidung des Passivs vom Aktiv genĂŒgt oft die Nennung des Agens mit der PrĂ€position chinesisch æ–Œ, Pinyin yĂș, wie folgendes Beispiel verdeutlicht:

| Satz 1 (aktiv) | Satz 1 (aktiv) | Satz 1 (aktiv) | Satz 1 (aktiv) | Satz 1 (aktiv) | Satz 2 (passiv) | Satz 2 (passiv) | Satz 2 (passiv) | Satz 2 (passiv) | Satz 2 (passiv) | Satz 2 (passiv) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 拞 | 濃 | 者 | æČ» | äșș | 拞 | 抛 | 者 | æČ» | æ–Œ | äșș |
| lĂĄo | xÄ«n | zhě | zhĂŹ | rĂ©n | lĂĄo | lĂŹ | zhě | zhĂŹ | yĂș | rĂ©n |
| sich bemĂŒhen | Herz | Nominalisierungspartikel | regieren | Mensch | sich bemĂŒhen | Kraft | Nominalisierungspartikel | regieren | PrĂ€position | Mensch |
| „Wer sich mit dem Herzen bemĂŒht, der regiert Andere“ | „Wer sich mit dem Herzen bemĂŒht, der regiert Andere“ | „Wer sich mit dem Herzen bemĂŒht, der regiert Andere“ | „Wer sich mit dem Herzen bemĂŒht, der regiert Andere“ | „Wer sich mit dem Herzen bemĂŒht, der regiert Andere“ | „Wer sich mit Kraft bemĂŒht, der wird von Anderen regiert“ [ 17 ] | „Wer sich mit Kraft bemĂŒht, der wird von Anderen regiert“ [ 17 ] | „Wer sich mit Kraft bemĂŒht, der wird von Anderen regiert“ [ 17 ] | „Wer sich mit Kraft bemĂŒht, der wird von Anderen regiert“ [ 17 ] | „Wer sich mit Kraft bemĂŒht, der wird von Anderen regiert“ [ 17 ] | „Wer sich mit Kraft bemĂŒht, der wird von Anderen regiert“ [ 17 ] |

In seltenen FĂ€llen werden zum Ausdruck des Passivs auch verschiedene Passivmorpheme wie 芋, jiĂ n (eigentlich: „sehen“) oder èą«, bĂši benutzt: ç›†æˆæ‹ŹèŠ‹æźș., PĂ©nchĂ©ng KuĂČ jiĂ n shā – „Pencheng Kuo wurde getötet.“cite-ref-18[18] (æźș, shā – „töten“).

Komplexe SĂ€tze

AdverbialsÀtze

Para- und hypotaktische Beziehungen zwischen SÀtzen können im klassischen Chinesisch unmarkiert bleiben:

‱ 䞍ć„Ș䞍鄜, bĂč duĂł bĂč yĂ n – „Wenn sie nicht rauben, sind sie nicht gesĂ€ttigt.“, wörtlich „(sie) nicht rauben – (sie) sind nicht gesĂ€ttigt sein“cite-ref-19[19]

Daneben bestehen jedoch auch verschiedene Methoden, um solche Beziehungen zu markieren. Eine sehr hĂ€ufige Möglichkeit besteht in der Nutzung der Konjunktion 而, Ă©r, die neben einer rein koordinierenden Funktion SĂ€tzen auch eine adverbiale Funktion geben kann:

‱ ćè€Œèš€, zuĂČ Ă©r yĂĄn – „Er sprach, wĂ€hrend er saß.“ (材, zuĂČ â€“ „sitzen“; 蚀, yĂĄn – „sprechen“)cite-ref-20[20]

| Von 而 , Ă©r untergeordneter Satz | Von 而 , Ă©r untergeordneter Satz | Hauptsatz | Hauptsatz | Hauptsatz |
|---|---|---|---|---|
| 鳎 | 錓 | 而 | 攻 | äč‹ |
| mĂ­ng | gǔ | Ă©r | gƍng | zhÄ« |
| tönen lassen | Trommel | dann | angreifen | ihn |
| „Greife ihn unter TrommelschlĂ€gen an.“ [ 21 ] | „Greife ihn unter TrommelschlĂ€gen an.“ [ 21 ] | „Greife ihn unter TrommelschlĂ€gen an.“ [ 21 ] | „Greife ihn unter TrommelschlĂ€gen an.“ [ 21 ] | „Greife ihn unter TrommelschlĂ€gen an.“ [ 21 ] |

KonditionalsĂ€tze werden besonders hĂ€ufig markiert, indem der folgende Hauptsatz mit der Konjunktion 扇, zĂ© – „dann“ eingeleitet wird:

| 䞍 | 仁 | 扇 | 民 | 䞍 | è‡ł |
|---|---|---|---|---|---|
| bĂč | rĂ©n | zĂ© | mĂ­n | bĂč | zhĂŹ |
| nicht | menschlich sein | dann | Volk | nicht | herbeikommen |
| „Handelt man nicht menschlich, kommt das Volk nicht herbei.“ [ 22 ] | „Handelt man nicht menschlich, kommt das Volk nicht herbei.“ [ 22 ] | „Handelt man nicht menschlich, kommt das Volk nicht herbei.“ [ 22 ] | „Handelt man nicht menschlich, kommt das Volk nicht herbei.“ [ 22 ] | „Handelt man nicht menschlich, kommt das Volk nicht herbei.“ [ 22 ] | „Handelt man nicht menschlich, kommt das Volk nicht herbei.“ [ 22 ] |

KomplementsÀtze

KomplementsĂ€tze haben im klassischen Chinesisch in AbhĂ€ngigkeit vom einbettenden Verb verschiedene Formen. Nach Verben wie æŹČ, yĂč „wollen“ und 矄, zhÄ« „wissen“ finden sich nominalisierte Verben (siehe Abschnitt „Nominalphrasen“), oft mit der Aspektpartikel äčŸ, yě:

| Hauptsatz | Nominalisierter Satz | Nominalisierter Satz | Nominalisierter Satz | Nominalisierter Satz | Nominalisierter Satz | Nominalisierter Satz |
|---|---|---|---|---|---|---|
| æŹČ | ć…¶ | 歐 | äč‹ | 霊 | èȘž | äčŸ |
| yĂč | qĂ­ | zǐ | zhÄ« | qĂ­ | yǔ | yě |
| wollen | sein (Attributspronomen) | Sohn | (Attributmarker) | Qi | sprechen | (Aspektpartikel) |
| „Er will, dass sein Sohn in der Art von Qi spricht.“ [ 23 ] | „Er will, dass sein Sohn in der Art von Qi spricht.“ [ 23 ] | „Er will, dass sein Sohn in der Art von Qi spricht.“ [ 23 ] | „Er will, dass sein Sohn in der Art von Qi spricht.“ [ 23 ] | „Er will, dass sein Sohn in der Art von Qi spricht.“ [ 23 ] | „Er will, dass sein Sohn in der Art von Qi spricht.“ [ 23 ] | „Er will, dass sein Sohn in der Art von Qi spricht.“ [ 23 ] |

Nach anderen Verben, darunter 什, lĂŹng „befehlen“, erscheint das Subjekt des eingebetteten Satzes als Objekt des ĂŒbergeordneten Verbs. Diese Konstruktion ist auch als Pivot Construction bekannt:

| Hauptsatz | Hauptsatz | Subjekt des eingebetteten Satzes | Komplementsatz | Komplementsatz | Komplementsatz |
|---|---|---|---|---|---|
| 王 | 什 | äč‹ | 拿 | 攻 | 澂侘 |
| wĂĄng | lĂŹng | zhÄ« | wĂč | gƍng | ShĂŹqiĆ« |
| König | befehlen | sie, ihnen (Objektspronomen) | nicht | angreifen | Shiqiu |
| „Der König befahl ihnen, Shiqiu nicht anzugreifen.“ [ 24 ] | „Der König befahl ihnen, Shiqiu nicht anzugreifen.“ [ 24 ] | „Der König befahl ihnen, Shiqiu nicht anzugreifen.“ [ 24 ] | „Der König befahl ihnen, Shiqiu nicht anzugreifen.“ [ 24 ] | „Der König befahl ihnen, Shiqiu nicht anzugreifen.“ [ 24 ] | „Der König befahl ihnen, Shiqiu nicht anzugreifen.“ [ 24 ] |

Einige Verben wie 揯, kě „möglich sein“ betten SĂ€tze ein, aus denen eine Objektsnominalphrase, die mit dem Subjekt des ĂŒbergeordneten Verbs koreferent ist, extrahiert wird, wobei wie bei Nominalphrasen mit 所, suǒ (siehe Abschnitt „Nominalphrasen“) Preposition Stranding auftritt.

| Hauptsatz | Hauptsatz | Hauptsatz | Hauptsatz | Komplementsatz | Komplementsatz |
|---|---|---|---|---|---|
| ć…¶ | 愚 | 䞍 | 揯 | 揊 | äčŸ |
| qĂ­ (Attributspronomen) | yĂș | bĂč | kě | jĂ­ | yě |
| sein | Dummheit | nicht | möglich sein | erreichen | (Aspektpartikel) |
| „Seine Dummheit kann man nicht erreichen.“ [ 25 ] | „Seine Dummheit kann man nicht erreichen.“ [ 25 ] | „Seine Dummheit kann man nicht erreichen.“ [ 25 ] | „Seine Dummheit kann man nicht erreichen.“ [ 25 ] | „Seine Dummheit kann man nicht erreichen.“ [ 25 ] | „Seine Dummheit kann man nicht erreichen.“ [ 25 ] |

| Hauptsatz | Hauptsatz | Komplementsatz | Komplementsatz | Komplementsatz | Komplementsatz |
|---|---|---|---|---|---|
| Hauptsatz | Hauptsatz | gestrandete PrÀposition | eingebettete Verbalphrase | eingebettete Verbalphrase | eingebettete Verbalphrase |
| 䞍 | 揯 | 與 | 救 | ć± | 朋 |
| bĂč | kě | yǔ | jiĂč | wēi | guĂł |
| nicht | möglich sein | mit | retten | gefÀhrdet sein | Königreich |
| „Es ist nicht möglich, mit ihm ein gefĂ€hrdetes Königreich zu retten.“ [ 26 ] | „Es ist nicht möglich, mit ihm ein gefĂ€hrdetes Königreich zu retten.“ [ 26 ] | „Es ist nicht möglich, mit ihm ein gefĂ€hrdetes Königreich zu retten.“ [ 26 ] | „Es ist nicht möglich, mit ihm ein gefĂ€hrdetes Königreich zu retten.“ [ 26 ] | „Es ist nicht möglich, mit ihm ein gefĂ€hrdetes Königreich zu retten.“ [ 26 ] | „Es ist nicht möglich, mit ihm ein gefĂ€hrdetes Königreich zu retten.“ [ 26 ] |

Nominalphrasen

In Nominalphrasen steht der Kopf immer am Ende, Attribute können durch äč‹, zhÄ« markiert werden, das zwischen Kopf und Attribut steht:

| 王 | äč‹ | 諞 | è‡Ł |
|---|---|---|---|
| Wång | zhī | zhƫ | chén |
| König | Partikel | die verschiedenen | Minister |
| „die verschiedenen Minister des Königs“ [ 27 ] | „die verschiedenen Minister des Königs“ [ 27 ] | „die verschiedenen Minister des Königs“ [ 27 ] | „die verschiedenen Minister des Königs“ [ 27 ] |

In Nominalphrasen, die keinen overten Kopf haben, wird statt äč‹, zhÄ« das Morphem 者, zhě benutzt:

| 侉 | ćź¶ | 者 |
|---|---|---|
| sān | jiā | zhě |
| drei | Familie | Partikel |
| „die (Mitglieder) der Drei Familien“ [ 28 ] | „die (Mitglieder) der Drei Familien“ [ 28 ] | „die (Mitglieder) der Drei Familien“ [ 28 ] |

Verben können nominalisiert werden, indem ihr Subjekt als Attribut und sie als Kopf einer Nominalphrase realisiert werden:

‱ 王䟆, wĂĄng lĂĄi – „der König kommt“ > 王äč‹äŸ†, wĂĄng zhÄ« lĂĄi – „das Kommen seitens des Königs; die Tatsache, dass der König kommt“ (王, wĂĄng – „König“; 䟆, lĂĄi – „kommen“)

Umgekehrt kann auch das PrÀdikat als Attribut eingesetzt werden, wodurch Konstruktionen entstehen, die in ihrer Funktion RelativsÀtzen entsprechen:

‱ 王䟆, wĂĄng lĂĄi – „der König kommt“ > 䟆äč‹çŽ‹, lĂĄi zhÄ« wĂĄng – „der kommende König“ (wörtlicher: „der König des Kommens“)

In den gleichen Funktionen kann dann auch 者, zhě verwendet werden:

‱ 䟆者, lĂĄi zhě – „derjenige, der kommt“

| 矄 | 者 | 䞍 | 蚀 |
|---|---|---|---|
| zhÄ« | zhě | bĂč | yĂĄn |
| wissen | Partikel | nicht | sprechen |
| „wer weiß, der spricht nicht“ [ 29 ] | „wer weiß, der spricht nicht“ [ 29 ] | „wer weiß, der spricht nicht“ [ 29 ] | „wer weiß, der spricht nicht“ [ 29 ] |

RelativsĂ€tze, deren externes Bezugswort mit einem im Relativsatz eingebetteten Objekt eines Verbs oder eines Koverbs koindiziert ist, können mit der Partikel 所, suǒ gebildet werden. (zur Syntax dieses Zitats vergleiche den Abschnitt Nominale PrĂ€dikate):

| 所 | ćŸ— | 非 | 所 | 求 | äčŸ |
|---|---|---|---|---|---|
| suǒ | dĂ© | fēi | suǒ | qiĂș | yě |
| Partikel | bekommen | nicht | Partikel | suchen | Aspektpartikel |
| „was (man) bekommen hat“ | „was (man) bekommen hat“ | nicht | „was (man) gesucht hat“ | „was (man) gesucht hat“ | Aspektpartikel |
| „Was (man) bekommen hat, ist nicht das, was (man) gesucht hat.“ [ 30 ] | „Was (man) bekommen hat, ist nicht das, was (man) gesucht hat.“ [ 30 ] | „Was (man) bekommen hat, ist nicht das, was (man) gesucht hat.“ [ 30 ] | „Was (man) bekommen hat, ist nicht das, was (man) gesucht hat.“ [ 30 ] | „Was (man) bekommen hat, ist nicht das, was (man) gesucht hat.“ [ 30 ] | „Was (man) bekommen hat, ist nicht das, was (man) gesucht hat.“ [ 30 ] |

Mit der Ausnahme von æ–Œ, yĂș stehen PrĂ€positionen direkt nach 所, suǒ, wenn deren Komplement extrahiert ist. Der Agens des eingebetteten Verbs kann als Attribut vor der 所, suǒ-Phrase stehen.

| äș‚ | äč‹ | 所 | è‡Ș | è”· |
|---|---|---|---|---|
| luĂ n | zhÄ« | suǒ | zĂŹ | qǐ |
| Unordnung | Attributpartikel | Partikel | von | aufstehen |
| „woher die Unordnung kommt“ [ 31 ] | „woher die Unordnung kommt“ [ 31 ] | „woher die Unordnung kommt“ [ 31 ] | „woher die Unordnung kommt“ [ 31 ] | „woher die Unordnung kommt“ [ 31 ] |

Lexikon

Das Lexikon des klassischen Chinesisch unterscheidet sich wesentlich von dem des modernen Chinesisch. In quantitativer Hinsicht umfasst das klassische Chinesisch der Zeit der Streitenden Reiche nur etwa 2000 bis 3000 Lexeme, wozu noch eine große Anzahl an Personen- und Ortsnamen hinzukommt. ZusĂ€tzlich zu dem aus dem Proto-Sinotibetischen ererbten und dem schon in vorklassischer Zeit aus Nachbarsprachen entlehntem Wortmaterial wurden auch in klassischer Zeit Wörter aus nichtchinesischen Sprachen entlehnt. So wurde das Wort 狗 gǒu „Hund“, das erstmals in der klassischen Periode auftauchte und spĂ€ter das alte Wort 犬 quǎn „Hund“ verdrĂ€ngte, vermutlich aus einer frĂŒhen Form der sĂŒdlich von China beheimateten Hmong-Mien-Sprachen ĂŒbernommen. Nach der Qin-Dynastie nahm der Wortschatz des klassischen Chinesisch betrĂ€chtlich zu, zum einen durch Aufnahme von Lehnwörtern, aber auch durch Übernahme von Wörtern aus der gesprochenen Sprache.

Einzelnachweise

cite-note-11. Dieser Effekt wird auch auf ein nasales oder glottales PrĂ€fix zurĂŒckgefĂŒhrt, s. z. B. Sagart 1999, S. 74–78.
cite-note-22. ↑ Lunyu 12/11
cite-note-32. Mencius 5A/5
cite-note-43. Mencius 1A/2
cite-note-54. Guoyu
cite-note-65. Sunzi, Bingfa 1/2/6
cite-note-76. Mencius 3A/1
cite-note-87. Mencius 5A/5
cite-note-98. Zhuangzi 1.2.1
cite-note-109. Mencius 3A/1
cite-note-1110. Zhuangzi 17.7.3
cite-note-1211. Xinxu Cishe 6
cite-note-1312. Guodian Yucong 1.9, zitiert nach Thesaurus Linguae Sericae@1@2Vorlage:Toter Link/tls.uni-hd.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im MĂ€rz 2018. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂŒfe den Link gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
cite-note-1413. Yanzi Chunqiu 1/12/1
cite-note-1514. Mencius 6A/6
cite-note-1615. Mencius 3A/1
cite-note-1716. Mencius 3A/4
cite-note-1818. ↑ Mencius 7B/29
cite-note-1919. ↑ Mencius 1A/1
cite-note-2020. ↑ Mencius 2B/11
cite-note-2117. Lunyu 11/17
cite-note-2218. Guoyu 2/15
cite-note-2319. Mencius 3B/6
cite-note-2420. Zhanguoce 26/11/2, zitiert nach Thesaurus Linguae Sericae@1@2Vorlage:Toter Link/tls.uni-hd.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im MĂ€rz 2018. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂŒfe den Link gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
cite-note-2521. Lunyu 5/21
cite-note-2622. Han Feizi 27/4
cite-note-2723. Mencius 1A/7
cite-note-2824. Lunyu 3/2
cite-note-2925. Daodejing 56/1
cite-note-3026. Mao-Kommentar zu Shi Jing 43
cite-note-3127. Mozi 4/1

Literatur

Allgemeines

‱ Wang Li (王抛): „Skizze der Geschichte des Chinesischen“ (æ±‰èŻ­ćČçšż), Peking 1957.
‱ Zhou Fagao (ć‘šæł•é«˜): „Grammatik des Altchinesischen“ (äž­ćœ‹ć€ä»ŁèȘžæł•), Taipei, 1959–1962
‱ Zhu Xing (朱星): „Altchinesisch“ (ć€ä»Łæ±‰èŻ­), Tianjin Renmin Chubanshe, Tianjin 1980.

Grammatiken

‱ Georg von der Gabelentz: Chinesische Grammatik mit Ausschluss des niederen Stiles und der heutigen Umgangssprache. Weigel, Leipzig 1881, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3Dchinesischegram00gabegoog~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D. Nachdrucke: VEB Niemeyer, Halle 1960; Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1953.
‱ Robert H. Gassmann: Grundstrukturen der antikchinesischen Syntax. Eine erklĂ€rende Grammatik (= Schweizer Asiatische Studien. 26). Peter Lang, Bern 1997, ISBN 3-906757-24-2.
‱ Derek Herforth: A sketch of Late Zhou Chinese grammar. In: Graham Thurgood und Randy J. LaPolla (Hrsg.): The Sino-Tibetan Languages. Routledge, London 2003, ISBN 0-7007-1129-5, S. 59–71.
‱ Ma Zhong (驏濠): „Altchinesische Grammatik“ (ć€ä»Łæ±‰èŻ­èŻ­æł•), Shandong Jiaoyu Chubanshe, Jinan 1983.
‱ Edwin G. Pulleyblank: Outline of Classical Chinese Grammar University of British Columbia Press, Vancouver 1995, ISBN 0-7748-0505-6 / ISBN 0-7748-0541-2.
‱ Yang Bojun (æšäŒŻćł») und He Leshi (䜕äčćŁ«): „Die Grammatik und Entwicklung des Altchinesisch“ (ć€æ±‰èŻ­èŻ­æł•ćŠć…¶ć‘ć±•), Yuwen Chubanshe, Peking 2001.
‱ Yi Mengchun (æ˜“ć­Ÿé†‡): „Grammatik des Chinesischen vor der Qin-Dynastie“ (ć…ˆç§ŠèŻ­æł•), Hunan Jiaoyu Chubanshe, Changsha 1989.

LehrbĂŒcher

‱ Gregory Chiang: Language of the dragon. A classical Chinese reader. Zheng & Zui Co., Boston, MA 1998, ISBN 0-88727-298-3.
‱ Michael A. Fuller: An Introduction to Literary Chinese. Harvard Univ. Asia Center, Cambridge u. a., 2004, ISBN 0-674-01726-9.
‱ Robert H. Gassmann, Wolfgang Behr: Antikchinesisch. Teil 1: Eine propĂ€deutische EinfĂŒhrung in fĂŒnf Element(ar)gĂ€ngen. Teil 2: 30 Texte mit Glossaren und Grammatiknotizen. Teil 3: Grammatik des Antikchinesischen. (= Schweizer Asiatische Studien. 18). Peter Lang, Bern 2005, ISBN 3-03910-843-3.
‱ Paul Rouzer: A New Practical Primer of Literary Chinese. Harvard Univ. Asia Center, Cambridge u. a., 2007, ISBN 978-0-674-02270-6.
‱ Harold Shadick, Ch’iao Chien [Jian Qiao]: A First Course in Literary Chinese, 3 BĂ€nde. Ithaca, Cornell University Press 1968, ISBN 0-8014-9837-6, ISBN 0-8014-9838-4, ISBN 0-8014-9839-2. (Wird an mehreren UniversitĂ€ten im deutschsprachigen Raum als Lehrbuch verwendet.)
‱ Ulrich Unger: EinfĂŒhrung in das Klassische Chinesisch. (2 BĂ€nde) Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1985, ISBN 3-447-02564-6.
‱ Kai Vogelsang: Introduction to Classical Chinese. Oxford University Press, New York 2021, ISBN 978-0-19-883497-7

Phonologie

‱ William H. Baxter: A Handbook of Old Chinese Phonology. Trends in Linguistics, Studies and monographs No. 64 Mouton de Gruyter, Berlin / New York 1992, ISBN 3-11-012324-X.
‱ Bernhard Karlgren: Grammata serica recensa. Museum of Far Eastern Antiquities, Stockholm 1957 (von historischem Interesse)
‱ Edwin G. Pulleyblank: Lexicon of reconstructed pronunciation in early Middle Chinese, late Middle Chinese, and early Mandarin. UBC Press, Vancouver 1991, ISBN 0-7748-0366-5 (modernste Rekonstruktion des Mittelchinesischen)
‱ Laurent Sagart: The roots of Old Chinese (= Current Issues in Linguistic Theory 184). Mouton de Gruyter, Amsterdam 1999, ISBN 90-272-3690-9, ISBN 1-55619-961-9.

WörterbĂŒcher

‱ Seraphin Couvreur: Dictionnaire classique de la langue chinoise Imprimerie de la mission catholique, Ho Kien fu 1911.
‱ Herbert Giles: Chinese-English dictionary Kelly & Walsh, Shanghai 1912
‱ Wang Li (王抛), Hrsg.: „Wang Li's Wörterbuch des Altchinesisch“ (çŽ‹ćŠ›ć€æ±‰èŻ­ć­—ć…ž), Zhonghua Shuju (侭捎äčŠć±€), Peking 2000. ISBN 978-7-101-01219-4
‱ Robert Henry Mathews: Mathews’ Chinese-English dictionary China Inland Mission, Shanghai 1931. (Nachdrucke: Harvard University Press, Cambridge 1943 etc.)
‱ Instituts Ricci (Hrsg.): Le Grand Dictionnaire Ricci de la langue chinoise DesclĂ©e de Brouwer, Paris 2001, ISBN 2-220-04667-2. Vgl. Le Grand Ricci.
‱ Werner RĂŒdenberg, Hans Otto Heinrich Stange: Chinesisch-deutsches Wörterbuch. Cram, de Gruyter & Co., Hamburg 1963.
‱ Ulrich Unger: Glossar des klassischen Chinesisch. Harrassowitz, Wiesbaden 1989, ISBN 3-447-02905-6 (BeschrĂ€nkt sich im Gegensatz zu den anderen hier genannten WörterbĂŒchern auf die Zeit der Streitenden Reiche)
‱ „Wörterbuch des Altchinesisch“ (ć€ä»Łæ±‰èŻ­èŻć…ž), 3. Auflage, Shangwu Yinshuguan (敆抡捰äčŠéІ), Peking 2014. ISBN 978-7-100-09980-6

Weblinks

‱ William Baxter: An etymological Dictionary of Common Chinese Characters
‱ Chinese Text Project (englisch)
‱ Auf dem Weg zu einem Lexikon, Tagger und Parser fĂŒr das Antikchinesische (PDF; 8,53 MB)
‱ Thesaurus Linguae Sericae – An Historical and Comparative Encyclopaedia of Chinese Conceptual Schemes